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Illegal - für viele Unternehmen scheißegal

Immer wieder findet sich in Papierprodukten deutscher Unternehmen nicht deklariertes Tropenholz, sei es in Büchern, Geschenktüten, Geschenkboxen, Briefumschlägen, Schulheften oder Geschenkpapieren. Die Unternehmen, die damit Handel betreiben, machen sich strafbar, denn sie verstoßen gegen die seit 2013 geltende EU-Holzhandelsverordnung (EUTR).
Bisher konnte man die Herkunft der für die Papierherstellung benötigten Holzfasern nicht eindeutig bestimmen. Die aus dem Holz gewonnenen gebleichten Zellstofffasern durchlaufen intensive chemische Prozesse. Danach sind die ursprünglichen Holzarten kaum noch zu unterscheiden.
Mittlerweile hat der Arbeitsbereich chemische Holztechnologie der Uni Hamburg eine neue Methode entwickelt, mit der man mittels eines „chemischen Fingerabdrucks“ die unterschiedlichen Holzarten und damit auch Tropenholz in Papier nachweisen kann. Nun liegt es an den Behörden, mit dieser Methode verlässliche und gerichtsfeste Fakten zu schaffen, um die illegalen Praktiken der Unternehmen zu unterbinden.
Wie weiträumig dieses Verfahren durchgesetzt werden kann und wird, bleibt offen. Der VW-Skandal hat ja gezeigt, wie eng vernetzt Politik und verbrecherische Unternehmen über Jahre hinweg den Betrug am Konsumenten betrieben haben. Johannes Zahnen, Umweltingenieur beim WWF, meint:
"Die Verbraucher werden (...) völlig alleine gelassen. Sie haben kaum eine Chance, nachhaltige von Raubbauprodukten zu unterscheiden und werden so indirekt zu Komplizen des Raubbaus an den Wäldern gemacht".


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